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Schluckstörung bei Kindern

Was heißt das?

Unter einer Schluckstörung versteht man eine funktionelle oder organische Störung der Mundmuskulatur (orofacialen Muskulatur) und der beteiligten Strukturen. Dabei unterscheidet man zwischen einer Störung der Nahrungsaufnahme (Dysphagie) und der isolierten Form der Störung der Mundmuskulatur (Myofunktionelle Störungen). Letztere ist häufig mit Zahn- und Kieferfehlstellungen verbunden.

Logopädische Behandlung bei:

- Dysphagie:
Wichtigstes Ziel hierbei ist die sichere Ernährung durch den Mundbereich (orale Ernährung). Essen und Trinken, als wichtige Tätigkeit, ist bedeutent für elementare Lebensqualität.


Weitere Behandlungsziele sind:

  • Aufbau und Verbesserung natürlicher Bewegungsabläufe
  • Ausnutzung, Verbesserung bzw. Veränderung von Restfunktionen
  • Abbau krankhafter Bewegungsabläufe
  • gegebenenfalls Änderung ungünstiger Bewegungsabläufe beim Essen und Trinken
  • gegebenenfalls diätische Maßnahmen und Einsatz von Ess-/Trinkhilfen
  • Erlernen von Kompensationsstrategien

- myofunktioneller Störung:
(myofunktionell = die Muskeln im Mundbereich (Wangen-, Lippen-, Zungenmuskulatur) betreffend)





  • Normalisierung der Zungenkraft und
    - beweglichkeit
  • Verbesserung der muskulären Voraussetzungen zur Korrektur von Zahn- und Kieferungleichheiten (Zahn- und Kieferanomalien)
  • Aufbau eines physiologischen Schluckablaufes

Behandlungsformen

  1. Festellung (Diagnostik) der Störungen und des Entwicklungsstandes
  2. Einzel- oder Gruppentherapie (bei myofunktionellen Störungen), dazu Elternberatungen und Anleitungen für die Mitarbeit der Eltern für tägliche Übungen, zu Hause. Bei Transport- oder Gehunfähigkeit kann die Behandlung auch zu Hause erfolgen.

Zielbereiche:

  • Warnehmung
  • Atmung
  • Haltung/Position
  • Regulierung der Muskelspannung (Tonus)
  • Schluckmotorik/selbständige Nahrungsaufnahme
  • Störungsspezifische geistige(kognitive) Fähigkeiten
  • Störungsspezifische Krankheitsverarbeitung
  • Hilfsmittelversorgung
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