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Sprechstörung bei Erwachsenen

Was heißt das?

Im Erwachsenenalter sind das zentral (das Zentralnervensystem betreffend) oder peripher (zum Beispiel Nerven betreffend) bedingte motorische Störungen der ausführenden Sprechorgane. Sie äußern sich in mangelder Genauigkeit und Geschwindigkeit der Lautbildung (Artikulation)und/oder durch Störungen im Sprechablauf (Stottern, Poltern). Man kann Sprechstörungen mit Problemen der Lautbildung (Artikulation) und Sprechstörungen mit Problemen des Sprechablaufs (Redeflussstörungen) unterscheiden.

Ziele der Behandlung:

Das allgemeine Behandlungsziel hierbei ist es, den Patienten wieder sprachliche Kommunikation im Alltag zu ermöglichen, beziehungsweise die sprechmotorischen Fähigkeiten zu stabilisieren, zu verbessern oder zu normalisieren. Da eine sprachliche Wiederherstellung (Rehabilitation) bei Nerven- oder Muskelerkrankungen oft sehr schwer oder nicht möglich ist, müssen die Patienten lernen, mit ihren reduzierten sprechmotorischen und/oder gestischen Ausdrucksmöglichkeiten sowie mit Hilfe der Schriftsprache und/oder technischen Hilfsmitteln Gesprächssituationen zu bewältigen. Der Erfolg der Therapie kann nicht nur an der Verbesserung der lautbildenden (artikulatorischen) Fertigkeiten und der Sprechflüssigkeit des Patienten gemessen werden, sondern entscheidend ist die Verbesserung der sprachlichen Kompetenz des Patienten, die sich positiv auf die allgemeine Lebensqualität auswikt.

Behandlungsformen

  1. Entsprechend des Leistungsvermögens eine Feststellung(Diagnostik) der Störung
  2. Danach eine Behandlung durch Einzeltherapie, parallel wird dazu eine Angehörigenberatung durchgeführt; gegebenenfalls Intervall- oder Intensivtherapie. Bei Transport - oder Gehunfähigkeit kann die Behandlung zu Hause erfolgen.

Zielbereiche:

  • Wahrnehmung
  • Atmung
  • Haltung/Muskelspannungsregulierung (Tonusregulierung)
  • Sprechmotorik
  • Lautbildung (Artikulation)
  • Stimmbildung (Phonation)
  • Sprechablauf
  • Störungsspezifische geistige (kognitive) Fähigkeiten
  • Störungsspezifische Krankheitsverarbeitung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Hilfsmittelversorgung
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